Online Shopping in Deutschland

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Online-Shopping in Deutschland

Im Jahr 2020 sind alle Bereiche der Welt von der Corona-Pandemie stark betroffen, und viele Menschen befinden sich aufgrund des wirtschaftlichen Rückschlags in keiner guten finanziellen Lage. Was hat sich also im Leben der Deutschen verändert? Haben sich auch die Konsumgewohnheiten der Deutschen verändert?

Deutlicher Anstieg des Umsatzes mit Haushaltswaren

Laut einem Bericht von GfK beziehen sich fast alle der 10 Kategorien mit den größten Umsatzsteigerungen in Deutschland im Jahr 2020 auf den Heimkonsum, mit Ausnahme des medizinischen Bedarfs: Garten- und Heimspielgeräte plus 53 %, Büromöbel plus 46 %, Nähstoffe plus 38 %, Spielkonsolen plus 34 %, Puzzles plus 26 % und Farben und Lacke plus 25 %. „COVID-19 hat die Kaufabsichten der Kunden vom ‚Wollen‘ zum ‚Brauchen‘ verschoben“, sagt Norbert Herzog, GfK-Experte für die Branche Technische Konsumgüter (TCG). „Seit Ende März sind die Bestellungen für Spielgeräte wie aufblasbare Pools und kleine Rutschen sowie für Gartengeräte in die Höhe geschnellt.“ Ein Mann, der ein E-Commerce-Überseelager in Deutschland betreibt, sagte, dass eine Gartenwasserpumpe früher nur etwa einen Container pro Jahr verkaufte, aber in der ersten Hälfte dieses Jahres sechs Container. Und der Verkauf von elektrischen Haarschneidemaschinen war in diesem Jahr zehnmal höher als in den Vorjahren. Außerdem stieg der Verkauf von Sportgeräten wie Hanteln und Schlägern ebenfalls beträchtlich. Deutschlands größte Online-Rezept-Website, „Masterchef“, gab an, dass die Anzahl der Besuche auf der Website während der Pandemieprävention und -bekämpfung sprunghaft angestiegen ist, wobei die am häufigsten aufgerufenen Rezepte amerikanische Muffins, Brot, Pizza und Lasagne waren. Auch die Nachfrage nach Produkten wie Mehl und Backformen stieg deutlich an.

Signifikante Reduzierung der reisebezogenen Ausgaben

Laut GfK sind die Verkäufe von Koffern in diesem Jahr um 55%, von Navigationsgeräten um 49%, von Reiseführern um 39%, von Digitalkameras um 36% und von Kontaktlinsen und Pflegemitteln um 34% gesunken. 52% der Deutschen gaben an, dass sie im Sommer 2020 nicht verreisen, sondern lieber zu Hause Urlaub machen werden. Diejenigen, die trotz häuslicher Isolationsmaßnahmen verreisen wollen, entscheiden sich für eine Reise im Inland (29 %) oder mit dem Auto (68 %). Laut den Umfrageergebnissen von Adobe planen nur 23 %, im Jahr 2020 mit dem Flugzeug zu reisen.

Mittlere und große Supermärkte sind bei den Verbrauchern beliebter

Die deutsche Bevölkerung ist es gewohnt, im Jahr 2020 alles, was sie braucht, in einem Supermarkt zu kaufen. Die Marktforschungsagentur Nielsen befragte 20.000 Haushalte in Deutschland. Im Gegensatz zur Vergangenheit sind große und mittlere Supermärkte bei den Verbrauchern beliebter als kleine Billig-Supermärkte, um mehrere Geschäfte zu besuchen. Die neuesten Daten von GfK zeigen, dass von Januar bis Oktober dieses Jahres die Umsätze der mittleren und großen Supermärkte im Vergleich zum Vorjahr um 16,6 Prozent gestiegen sind, während die kleinen Budget-Supermärkte nur um 9 Prozent gewachsen sind.

Online-Shopping erlebt explosives Wachstum

Ein signifikanter Anteil der Verbraucher hätte es vorgezogen, persönlich im Geschäft einzukaufen. Der Ausbruch der Corona-Pandemie hat jedoch viele dazu veranlasst, sich Sorgen zu machen, dass selbst bei der Umsetzung entsprechender Präventionsmaßnahmen immer noch die Gefahr besteht, sich beim Einkaufen zu infizieren. Es ist daher zu erwarten, dass das Ausmaß des Online-Shoppings in Deutschland explodiert ist. In der Black Friday-Rabattwoche 2020 stiegen die deutschen Online-Umsätze laut Klarna, Europas führendem Online-Payment-Unternehmen, um rekordverdächtige 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Deutsche Post AG erwartet, dass die Zahl der Pakete in diesem Jahr 1,8 Milliarden erreichen wird, ein Anstieg von fast 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und damit der höchste Wert, den der Konzern je erreicht hat. Als Reaktion auf die Pandemie haben die großen Einzelhandelsplattformen ihre unterstützenden Logistikdienste verstärkt, und die Mängel der Lieferkette haben sich deutlich verbessert, was die Attraktivität von Online-Shopping-Plattformen weiter erhöht. Um den Neujahrseinkaufsansturm zu bewältigen, hat die Deutsche Post 10.000 neue Mitarbeiter eingestellt und einen abendlichen Paketzustelldienst eingeführt. Nach Angaben des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel (bevh) wird der E-Commerce-Umsatz in Deutschland bis 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 14,6 % auf 83,3 Mrd. € wachsen. Darüber hinaus erwartet der bevh, dass Online-Shopping auch dann ein Renner bleiben wird, wenn die Pandemie endet und sich die deutsche Realwirtschaft erholt. Bis 2021 wird der deutsche Online-Umsatz um 12,5 % wachsen und erstmals die 100-Milliarden-Euro-Marke überschreiten.

Aus Coupon-Webseiten werden Geldspartipps

Abgesehen von der Wahl der richtigen Zeit zum Einkaufen, können Sie auch eine Menge Einsparungen bei Ihren Online-Einkäufen genießen, indem Sie verschiedene Websites für Angebote oder spezielle Angebotsseiten verfolgen. Coupon-Websiten sind meistens voller Informationen, die Updates über die aktuellen Coupons, Specials, Rabatte, Angebote und Promo-Codes für Waren und Dienstleistungen geben. Sie versuchen so viel wie möglich, um die Website-Informationen zeitnah zu aktualisieren, vorbehaltlich Haftungsausschlusses. Bei konsequenter Verwendung von Coupons wird die kumulierte Ersparnis nicht gering sein.

Schlussfolgerung

Die neuen Trends bei den Ausgaben der deutschen Bevölkerung zeigen uns die Einschränkungen der Pandemie auf die Reisen der Menschen, aber auch die Veränderungen im Denk- und Ausgabeverhalten der Menschen unter der Corona-Pandemie. Online-Shopping ist die günstigere und sicherere Variante, während Coupon-Seiten das i-Tüpfelchen sind.

About the Author

Paul Weber

Paul Weber ist ein freiberuflicher Autor, der ein breites Themenspektrum abdeckt, darunter persönliche Finanzen, Automobilbewertungen, Reisen, Nachrichten und Trends, Unterhaltung und Bildung. Er hat einen umfangreichen journalistischen Hintergrund, in dem er für mehrere Print- und Online-Publikationen geschrieben und berichtet hat.