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Sommer, Sonne, Entspannung – oder nicht?

Es ist eine ganz alte Überlegung. Jedes Jahr werden Urlaubskataloge gewälzt, Reiseangebote eingeholt und man fragt bei Freunden und Verwandten nach, was die so gemacht haben. Und da finden sich die eine oder andere Perle von Urlaubszielort, die man noch nicht auf dem Schirm hatte.

Urlaubsoptionen

Jeder kann nach „Malle“ fahren. Das ist ja eigentlich auch das Stereotyp des Deutschen, dass er diese Insel aufsucht und dann nur den Ballermann kennt, die malerischen Gegenden komplett ignorierend. Aber es gibt Menschen, die verbringen ihren Urlaub ganz anders. Einige wandern in der Bundesrepublik, andere haben schon seit Jahren den Urlaub auf Balkonien oder in Bad Kleingarten gebucht und genießen die stressfreie Zeit, in der einmal nichts ansteht. Dabei lesen sie Bücher oder begeben sich nach dem Sonnenbaden ans Bingewatchen.

Wieder andere haben Spaß daran, Shoppen zu gehen. Entweder online und mit Alba-Moda Rabattcodes bewaffnet, oder offline in der Fußgängerzone oder dem Einkaufszentrum der Wahl.

Und natürlich gibt es die Reisefreunde. Von Mallorca sprachen wir ja schon, aber es gibt natürlich auch andere, schöne Destinationen. Da wären natürlich Barcelona, L’Estartit oder L’Escala in Spanien, Saint-Tropez, Aude oder Corrèze in Frankreich oder Hamburg, Harlesiel und Bensersiel in Deutschland.

Warum überhaupt Urlaub?

Das oberste Ziel eines jeden Menschen sollte es sein, sich um die Deckung der unteren drei Stufen der Maslowschen Bedürfnispyramide zu kümmern. Da wären einmal die Grundbedürfnisse – also lebendig sein, Wasser, Nahrung, aber auch genügend Schlaf, wie auch der Schutz vor Witterung. Dann gibt es noch die Sicherheitsbedürfnisse, wobei hier sowohl die Deckung der seelischen und körperlichen Sicherheit gemeint ist, wie auch die materielle Grundsicherung, wozu die Arbeit und die Wohnung zählen. Und dann sind da noch die sozialen Bedürfnisse, also sich zu einer Gruppe zugehörig zu fühlen.

In unserer sehr arbeitslastigen Welt wird natürlich auf diesen Punkt der Fokus gelegt und da könnte man ja fragen, wofür man überhaupt Urlaub bräuchte, wenn die Arbeit ein Sicherheitsbedürfnis darstellt. Dies stimmt, aber dennoch ist irgendwann einmal der viel zitierte „Akku leer“ und man ist nicht mehr in der Lage, einwandfrei zu funktionieren und seiner Arbeit nachzukommen. Deshalb: Urlaub. Der Akku wird aufgeladen und man ist wieder frisch, fromm, fröhlich und frei, wie es schon Turnvater Jahn sagte.

Hierzu benötigt man natürlich die Option, sich erholen zu können. Zwar ist „Erholung“ für jeden anders definiert, dennoch lassen sich einige Aspekte deutlich hervorheben. Wenn man den Urlaub beispielsweise so plant, dass sämtliche Ziele erfüllt werden müssen, bleibt natürlich die Erholung auf der Strecke. Natürlich ist es gut, wenn man sich vorher einige Gedanken macht, was man im Urlaub sehen möchte und wann man im Idealfall mit dem Kofferpacken anfängt. Dennoch: Man sollte es nicht übertreiben. So ein Urlaub ist nicht die Arbeit, wo jeder Punkt der Checkliste abgehakt werden muss.

Und wo wir gerade bei der Arbeit sind: sicherlich ist es schön, wenn man einen Job hat, der einem Spaß macht. Aber auch hier gilt: Loslassen ist gerade im Urlaub nötig. Also Finger weg von den Handys. Dies gilt im übrigen auch für Kinder und Jugendliche und ja – die Angst, etwas zu verpassen, auch „Fear of missing out“ oder „FOMO“ genannt, ist groß, jedoch ist der Entspannungsfaktor nicht sonderlich gegeben, wenn man immer nachhalten muss, ob sich etwas im Chat getan hat.

Abends kann man sicherlich mal so für eine halbe Stunde einen Blick auf das Kommunikationsgerät werfen, aber tagsüber sollte man den Urlaub genießen. Immerhin ist man früh genug wieder zu Hause.

Fazit

Natürlich sollte man nicht unorganisiert in den Urlaub gehen. Dies ist besonders dann unpraktisch, wenn man Dinge benötigt, die es am Urlaubsort vielleicht gar nicht gibt. Und auch die Fahrt in die Ferien sollte schon geplant werden – und zwar so, dass man rechtzeitig kommt. Da gilt es Staus und andere Zeitfresser einzukalkulieren. Danach steht allerdings Urlaub an und das bedeutet: Entspannen, Genießen, Relaxen. Bis zur allerletzten Sekunde.

Quellen:

Wandern in Deutschland, werden Sie das Gefühl, dass ich das Paradies eingegeben haben

https://www.migazin.de/2017/08/08/studie-wie-europaeer-urlaub-machen/

 

About the Author

Paul Weber

Paul Weber ist ein freiberuflicher Autor, der ein breites Themenspektrum abdeckt, darunter persönliche Finanzen, Automobilbewertungen, Reisen, Nachrichten und Trends, Unterhaltung und Bildung. Er hat einen umfangreichen journalistischen Hintergrund, in dem er für mehrere Print- und Online-Publikationen geschrieben und berichtet hat.